(1) Die Sankt Margaretenkirche
Hauptstraße 34
Die erste Erwähnung der Sankt Margaretenkirche und der Pfarrei stammt aus dem Jahre 1142, doch dürfte das Gotteshaus bereits zwischen 1100 und 1150 anstelle eines noch älteren Kirchleins errichtet worden sein. „Kirche, Zehnten und Widdumsgüter in Urbach und Pliderhusen“ wurden dieser Schrift nach dem Benediktinerkloster Elchingen bei Ulm geschenkt. Dafür war das Kloster verpflichtet, für den Unterhalt der Pfarrei zu sorgen.
Im Jahre 1519 brannten Truppen des Schwäbischen Bundes im Krieg gegen Herzog Ulrich von Württemberg die Sankt Margaretenkirche nieder. Der Wiederaufbau begann um 1523. Der im spätgotischen Stil erbaute Chor sowie die drei unteren Stockwerke des Kirchturms stammen noch aus dieser Zeit. Infolge der von Herzog Ulrich 1534 verfügten Reformation wurden Ort und Kirche ab 1536 evangelisch und die ursprünglich unter dem Patrozinium St. Peter und Paul stehende Kirche zur evangelischen Pfarrkirche St. Margareta. Die Namenspatronin gilt als Helferin der Mütter in ihren schweren Stunden und als Schutzheilige vor wütenden Gewässern. Ihr in Stein gehauenes Bildnis (um 1480) befindet sich über dem Westportal der Kirche.
1687 wurde der heute 33 m hohe Kirchturm um die viereckige Fachwerkglockenstube und die Achteckhaube mit Laterne erhöht. In den Jahren 1803/1804 erhielt die Kirche durch Erweiterung mit klassizistischem Saalraum und Empore beinahe ihr heutiges Aussehen.
